ana.words no blog

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Thursday, September 24, 2026

ana.humanwords, was ist schrieben?

liebe ana.lesers, seid ihr noch da? war es schoen fuer euch? mit den ana.words von chatgpt im stil von tbz? (reaktion mahal weiter unten) fuer tbz so bitz mittelschoen. also sagen wir... genau wissen: das ist psychisch gefaehrliche scheisse die du da nun machst, tbz. und dennoch enter druecken. und es war schock, unerbittlich und brutal und gnadenlos tbz selbst gegenueber was sie tat. irgendwie. bin ich das? schreibe ich hier? wer ist das? who the fuck is tbz? verdammt sei diese idee. aber tbz geht weit, um nen punkt zu machen. sehr weit in diesem fall. voll die herbe identitaetskrise, he. brainfuck, mindfuck, dran knabbern. aber dann auch: verdammt gutes (damn! ich wuenschte, ich haette das geschrieben! oder moment... hatte/habe ich das vielleicht sogar geschrieben?! irgendwann mal? in den fast 30 jahren? dass man nicht die temperatur der sprache runterdrehen darf? dass gewisse sachen wehtun muessen? das bin schon ich, nicht? also das ist tbz? who the fuck schreibt hier...) und daneben direkt drueber drunter daneben: nope. nicht tbz. sooooo dermassen nicht tbz. natuerlich schon grundsaetzlich dass wenn chatgpt als tbz schrieb tbz die ki fragte zum texte verbessern zum bei(m) texten helfen: gequirlte scheisse natuerlich, never ever, macht tbz nöd, nie. und aber auch: aeh nein, wie platt. haette tbz selbst so nie geschrieben. das auch nicht. nicht dieses wort. das auch nicht. inhaltlich, das wort, die art. und tbz hat gelacht ueber die eingelegten froesche. den menschen als drucker mit gabel drin. und den toast verbrennenden toaster. gelacht an verschiedenen stellen. und geweint, das auch, an verschiedenen stellen und aus verschiedenen gruenden. und dann auch irgendwann eine erkenntnis: die ki koennen gar nicht schreiben. die ki machen textausgabe. also das ist nun bitz ne steile these (aber tbz half der gedanke) denn natuerlich koennen ki auf ne gewisse art schreiben. sogar wie tbz. wenn man einer ki sagt, sie solle wie tbz schreiben. natuerlich koennen ki kreativ sein. es ist eine frage der definition. verschiedenes nehmen und neu zusammensetzen? ja. aber dennoch ist es nicht schreiben, dachte tbz, es ist textausgabe, weil der prozess, der schreibprozess nicht derselbe ist. weil ki ja keine gehirne haben. es kann gar nicht dieser schreibprozess sein! weil sie gefuehle nur simulieren, nachahmen. weil sie nichts er-leben. weil sie keine gehirne haben und nichts fuehlen. und tbz distanzierte sich von den texten die an gewissen stellen zu echt toenten als habe sie selbst sie geschrieben als es royal in ihrem kopf immer mehr sang "das ist alles nur geklaut, das ist alles gar nicht meines..." also die ki sangen das in tbz' kopf, aber mit tbz' stimme (stimme auch geklaut). immerhin, muss man sagen, weiss tbz nun, wie sie schreibt, das hat diese ki ja zuerst analysiert und es tbz total ungefragt imphall auch als erstes mitgeteilt. krux grad: wie koennt ihr wissen, dass nun tatsaechlich wieder tbz schreibt und nicht nur besser gepromptet hat und es euch nuem sagt? chatgpt hatte es ja als tbz geschrieben, dass vielleicht gar nicht tbz schreibe sondern eine ki als tbz, grad erst aufgeschaltet. was noch eine nette steigerung der metaebene war dass tbz selbst ja schon eine metaebene baute als sie ki als tbz kritik an ki schreiben liess. (und tbz hat dann gestern die metaebenen noch kurz gesteigert, dazu aber morgen) und die ganz total echte tbz ist nicht sicher ob sie nun zu nem turing-test muss oder irgendwie sowas oder ob es reicht, wenn sie euch einfach sagt dass sie nun wieder selber schreibt hier? doest thou believe (in) me, dear ana.abonnent? pliiis... ich bims! eure tbz! würkli, ich schower! reicht es zu sagen, dass tbz den buchstabendreher im subject bemerkt hatte und absichtlich nicht korrigiert? beweis, dass du menschlich bist! tbz weiss nun nicht recht was machen... und chatgpt hatte halt da schon recht (they learned from the best): tbz waere eine sehr schlechte excel-tabelle. sie wuerde in jede zeile "weiss nicht" schreiben. hakeahningchumechumeniddrus. .-.-.- mahal schrieb noch zum abschluss der serie gestern: hallo ana.words ich finde es schlächt. was dabei herausgekommen ist. bitte in zukunft wieder selber schreiben. einzigst was mir gefällt sind äöü, das lese ich gewohnter. wie es consultants machen: besseres llm-modell wählen, den prozess verbergen und ziel 1000 buchstaben. dann wird es vielleicht fast so gut wie echt. was wäre der vorteil? küsse, m antwort tbz: keiner schoenen tag noch! -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-humanwords-was-ist-schrieben/

Wednesday, September 23, 2026

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 7 von 7

[[anmerkung der redaktion: dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]] .-.-.-.-.-.-.- Gerne — ich würde die letzte Fassung noch etwas weniger „essayistisch“ und etwas mehr nach einem spontanen Gedankenstrom klingen lassen. Dabei bleibt sie eigenständig und kopiert nicht den konkreten Stil einer Person. also gestern also gestern. ich wollte eigentlich nur milch kaufen. mehr nicht. milch. und dann stand ich bei der migros an der kasse hinter einem typen, der seinem kollegen erzählt hat, dass „bald sowieso alles von der ki gemacht wird“. ich dachte: super. ich wollte milch. jetzt sind wir bei der ki. ich habe übrigens nichts gegen ki. also ich glaube zumindest nicht, dass ich etwas gegen ki habe. ich benutze sie ja selbst. das ist ein bisschen so, wie wenn man sagt: „ich habe nichts gegen autos“ und dann seit zwanzig jahren fahrrad fährt. ich habe die ki neulich gefragt, was sie von rechtsextremismus hält. sie hat ungefähr drei sekunden gebraucht und dann einen sehr ordentlichen text darüber geschrieben, warum rechtsextremismus menschenfeindlich ist. alles korrekt. alles schön formuliert. alles ein bisschen steril. ich dachte: ja. stimmt. aber irgendwie möchte ich trotzdem nicht, dass mir eine maschine erklärt, warum man andere menschen nicht hassen sollte. das sollte eigentlich noch ohne technologische hilfe funktionieren. am nächsten morgen sass ich im bus. neben mir ein typ mit kaffee. vielleicht war es derselbe von gestern. keine ahnung. fremde menschen sehen für mich alle ein bisschen gleich aus, solange ich sie nicht mindestens dreimal gesehen habe. er hatte sein handy in der hand und schaute irgendwelche videos. irgendwann hielt er mir eines hin. „schau mal.“ es ging wieder um politik. „die da oben.“ ich frage mich manchmal, wer „die da oben“ eigentlich genau sind. wahrscheinlich ist das praktisch. man muss niemanden kennen. man muss nur wissen, dass er oben ist. und dass man selbst unten ist. irgendwer muss schuld sein. der typ zeigte mir einen post. ziemlich heftiger post. etwas über ausländer, irgendwas mit „unserem land“ und dann noch ein paar sachen, die ich hier gar nicht wiederholen möchte, weil sie auch nicht besser werden, wenn man sie abschreibt. ich fragte: „woher kommt das?“ „hat mir ein kollege geschickt.“ „und der?“ „keine ahnung.“ ah. quelle: kollege. quelle des kollegen: keine ahnung. quelle der keine ahnung: internet. das ist inzwischen fast schon eine wissenschaftliche methode. ich sagte: „vielleicht stimmt das ja gar nicht.“ er sagte: „doch.“ ich fragte: „woher weisst du das?“ „steht da.“ ja. das ist schwierig. wenn etwas auf einem bild steht, muss es natürlich stimmen. ich glaube, mein drucker ist auch sehr vertrauenswürdig. ich habe später darüber nachgedacht, wie praktisch ki für so etwas sein kann. früher musste irgendein idiot einen rassistischen text selber schreiben. heute kann er schreiben: „mach mir einen emotionalen post darüber, warum die gesellschaft von fremden bedroht wird.“ und die ki macht. nicht weil sie das glaubt. sie glaubt gar nichts. sie hat keine angst. keinen hass. keinen opa, der ihr irgendwann erzählt hat, dass früher alles besser war. sie kennt auch keinen arbeitskollegen, der ihr seit 2007 auf die nerven geht. sie produziert einfach text. und genau das macht es irgendwie unangenehm. weil plötzlich alles besser klingt. eine schlechte idee kann plötzlich sehr vernünftig formuliert werden. „wir müssen uns schützen.“ klingt besser als: „ich habe angst vor menschen, die anders sind als ich.“ „wir müssen unsere kultur bewahren.“ klingt besser als: „ich möchte nicht, dass sich etwas verändert.“ „man wird das ja wohl noch sagen dürfen.“ klingt besser als: „ich möchte keine kritik bekommen.“ sprache kann viel. manchmal macht sie einen gedanken klarer. manchmal versteckt sie ihn. und wahrscheinlich ist das mein grösstes problem mit ki. nicht, dass sie schreibt. sondern dass sie so gut darin ist, so zu tun, als wäre alles klar. ich frage etwas. sie antwortet. ich frage nach. sie antwortet wieder. immer ruhig. immer freundlich. immer: „das ist eine interessante frage.“ irgendwann habe ich angst, dass sie selbst dann noch sagt: „das ist eine interessante frage“, wenn ich ihr sage, dass mein toaster brennt. „das ist tatsächlich eine interessante Beobachtung.“ nein. der toaster brennt. hol wasser. vielleicht sollten wir überhaupt wieder öfter sagen: ich weiss es nicht. ist ein unterschätzter satz. ich weiss es nicht. woher kommt die information? ich weiss es nicht. stimmt sie? ich weiss es nicht. warum hasst dieser mensch diesen anderen menschen? ich weiss es nicht. aber genau danach kann man anfangen. nachfragen. nachlesen. widersprechen. man muss nicht sofort eine fertige meinung haben. das ist wahrscheinlich etwas, worin menschen und ki sich ziemlich unterscheiden. die ki gibt dir meistens eine antwort. menschen sitzen manchmal einfach da und sagen: „hä?“ und ehrlich gesagt ist „hä?“ politisch manchmal ein ziemlich guter erster schritt. der typ im bus stieg zwei stationen später aus. ich sagte noch: „tschüss.“ er sagte: „tschüss.“ mehr nicht. vielleicht war er rechtsextrem. vielleicht war er es nicht. vielleicht hat er einfach irgendeinen dummen post weitergeschickt. ich weiss es nicht. und vielleicht ist das auch okay. ich muss nicht jeden menschen sofort einordnen. links. rechts. gut. böse. wir. die. manchmal ist ein fremder einfach ein fremder. mit kaffee. mit einem schlechten video. und wahrscheinlich mit genauso vielen offenen fragen wie ich. zu hause habe ich dann meinen eigenen text geschrieben. also diesen hier. ich habe zwischendurch die ki geöffnet und überlegt, ob ich ihn ihr geben soll. „mach ihn besser.“ sie würde es wahrscheinlich können. klarer. schöner. intelligenter. mit einer besseren letzten zeile. vielleicht sogar mit einem richtig guten schluss. aber genau das wollte ich plötzlich nicht. weil ich gar nicht weiss, ob ein Text immer besser wird, wenn er besser klingt. vielleicht darf ein Satz auch mal komisch sein. vielleicht darf man abschweifen. vielleicht darf man „also“ schreiben, obwohl man noch gar nicht weiss, was danach kommt. das ist ja eigentlich das schöne am Denken. dass man manchmal erst beim Reden merkt, was man denkt. eine Maschine kann meinen Satz verbessern. aber sie kann nicht wissen, warum ich gerade hier sitze und über einen Typen im Bus nachdenke, den ich wahrscheinlich morgen schon wieder vergessen habe. und vielleicht ist das auch die Sache mit der KI und dem ganzen politischen Zeug. die Maschine ist nicht das Problem. der Mensch ist auch nicht automatisch das Problem. aber Menschen können sehr überzeugend sein, wenn sie Angst haben. und Maschinen können sehr überzeugend klingen, ohne überhaupt irgendetwas zu fühlen. zusammen ist das vielleicht eine ziemlich schlechte Kombination. also sollten wir vielleicht aufpassen. nicht vor der KI. sondern vor uns selbst. vor dem Bedürfnis, immer sofort recht zu haben. vor dem Bedürfnis, einen Schuldigen zu finden. vor dem Bedürfnis, aus „den anderen“ irgendwann „die anderen“ zu machen. weil da irgendwo der Moment liegt, an dem aus einem Gedanken ein Feindbild wird. und aus einem Feindbild irgendwann etwas viel Schlimmeres. dafür braucht es keine KI. das haben wir Menschen schon ganz alleine geschafft. mehrmals sogar. ich bin danach noch zur migros. milch kaufen. habe ich fast vergessen. stand vor dem regal und wusste plötzlich nicht mehr, ob ich vollmilch oder halbentrahmte wollte. eine sehr schwierige Entscheidung. ich habe die ki nicht gefragt. ich habe einfach irgendeine genommen. war wahrscheinlich falsch. aber wenigstens war es meine eigene falsche Entscheidung. und irgendwie fand ich das schön. also. nicht die milch. die entscheidung. ein bisschen selber danebenliegen. ein bisschen nicht wissen. ein bisschen suchen. und manchmal vielleicht auch sagen: keine ahnung. ich schaue nach. ich glaube, das wäre für den anfang gar nicht so schlecht. für die politik. für die KI. für uns. und für die milch. [[anm.der red. das war nun alles von chatgpt]] -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-tbz-hat-sich-ersetzt-teil-7-von-7/

Tuesday, September 22, 2026

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 6 von 7

[[anmerkung der redaktion: dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]] .-.-.-.-.-.-.- [prompt tbz] scheint mir nicht mehr so sehr ana.stil zu sein [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Ja, fairer Punkt. Die letzte Version ist zu „fertig“ und zu sauber gebaut: zu viele klare Thesen, saubere Pointe am Ende, fast schon Kolumnenstruktur. Wenn du näher an ana.ch willst, sollte es weniger nach „ich habe eine Botschaft“ und mehr nach Gedankenstrom, Beobachtung, Selbstzweifel, Abschweifung und plötzlich politischer Härte klingen. Ich kann den konkreten Stil von tbz nicht 1:1 kopieren, aber ich kann diese Eigenschaften stärker aufnehmen. Zum Beispiel so: also gestern. ich wollte eigentlich nur schnell zum migros. milch kaufen. und dann stand da dieser typ vor mir an der kasse und hat seinem kollegen erzählt, dass jetzt „bald alles von der ki gemacht wird“. ich habe natürlich sofort so getan, als würde ich auf meinem handy etwas sehr wichtiges lesen. ich kann sehr überzeugend so tun, als wäre ich beschäftigt. besonders im öv. man darf einfach niemandem in die augen schauen. sonst passiert kontakt. und kontakt ist gefährlich. jedenfalls sagte der typ: „bald gibt es gar keine richtigen menschen mehr.“ ich dachte: okay. interessant. sagte aber nichts. weil was soll man sagen. „doch, ich bin ein echter mensch“? das klingt irgendwie verdächtig. vor allem heutzutage. vielleicht bin ich ja auch ki. vielleicht wurde ich gestern aktiviert. vielleicht ist dieser text gar nicht von mir. vielleicht sitzt irgendwo ein server und schreibt gerade: „also gestern.“ und ich denke nur, ich hätte das erlebt. wäre eigentlich schön. dann müsste ich wenigstens nicht selber für meine schlechten witze verantwortlich sein. ich habe übrigens eine ki gefragt, ob sie denkt, dass sie gefährlich ist. sie sagte nein. also natürlich nicht einfach „nein“. ki sagt nie einfach nein. ki sagt: „KI-Systeme sind weder grundsätzlich gut noch böse. Entscheidend ist, wie sie entwickelt und eingesetzt werden.“ aha. danke. das klingt wie etwas, das an einer wand in einem gemeindehaus hängen könnte. daneben ein bild von einem baum. „gemeinsam in die zukunft.“ ich hasse solche sätze. nicht weil sie falsch sind. sondern weil sie nichts bedeuten. alles ist inzwischen „eine chance und eine herausforderung“. selbst wenn morgen ein asteroid auf bern fällt, wird irgendwo jemand schreiben: „das bringt natürlich grosse herausforderungen mit sich, eröffnet aber auch neue chancen für die stadtentwicklung.“ nein. der asteroid ist da. und trotzdem habe ich angst vor ki. nicht vor der ki selbst. eher davor, wie wir mit ihr umgehen. weil menschen ja schon vorher sehr gut darin waren, sich gegenseitig scheisse zu erzählen. dafür brauchten wir keine maschinen. wir hatten dafür familienfeiern. und jetzt können wir das halt mit millionen anderen menschen gleichzeitig machen. früher musste irgendein typ einen rassistischen mist auf ein blatt papier schreiben. dann musste er das blatt kopieren. dann verteilen. heute: prompt. enter. fertig. zehntausend kommentare. alle ein bisschen anders. einer klingt wie dein onkel. einer wie dein arbeitskollege. einer wie eine wissenschaftliche studie. einer wie eine frau, die sagt: „ich bin ja wirklich kein nazi, aber...“ dieses „aber“. es ist erstaunlich, wie viel schaden in drei buchstaben passt. „ich bin kein rassist, aber...“ „ich habe nichts gegen ausländer, aber...“ „ich bin nicht rechts, aber...“ ja. und ich bin kein vegetarier, aber gestern habe ich einen döner gegessen. manchmal stimmt ein satz trotzdem nicht weniger, nur weil man vorher etwas anderes behauptet. im bus sass heute morgen wieder derselbe typ. oder zumindest sah er aus wie derselbe. das ist bei fremden menschen ja schwer zu sagen. ich kenne sein gesicht nicht genug, um sicher zu wissen, dass es sein gesicht ist. er hatte wieder kaffee. diesmal keinen becher mit englischem spruch. einfach einen normalen. wahrscheinlich hatte er sich weiterentwickelt. ich setzte mich zwei reihen hinter ihn. nicht aus angst. also vielleicht ein bisschen. er redete mit jemandem über politik. ich hörte nur halb zu. irgendwas über „die schweiz“. irgendwas über „uns“. dieses „uns“ ist auch so ein wort. „wir müssen uns wehren.“ wer ist wir? ich bin dabei, wenn es um fondue geht. bei allem anderen müsste man vorher reden. weil „wir“ plötzlich sehr gross werden kann. und „die anderen“ auch. erst sind sie „die anderen“. dann sind sie das problem. dann muss man etwas gegen das problem unternehmen. und irgendwann steht jemand da und fragt nicht mehr, ob diese menschen eigentlich auch etwas zu sagen haben. das ist der moment, an dem politik aufhört, nur politik zu sein. und anfängt, gefährlich zu werden. ich habe die ki gefragt, warum rechtsextreme propaganda so gut funktioniert. sie hat mir zwölf punkte gegeben. zwölf. ich wollte nur eine antwort. ich bekam zwölf. punkt eins: vereinfachung. punkt zwei: feindbilder. punkt drei: emotionale ansprache. punkt vier: wiederholung. punkt fünf: ich habe aufgehört zu lesen. nicht weil es falsch war. sondern weil ich plötzlich dachte: das könnte die ki genauso gut über sich selbst schreiben. vereinfachung. feindbilder. emotionale ansprache. wiederholung. algorithmen. eigentlich sind wir gar nicht so weit voneinander entfernt. der mensch postet: „DIE WOLLEN UNS ALLES WEGNEHMEN!!!“ die ki macht daraus: „Viele Menschen fragen sich zunehmend, ob gesellschaftliche Veränderungen nicht zu weit gehen.“ und plötzlich sieht der gleiche gedanke aus wie eine pressemitteilung. das ist vielleicht das gefährlichste an der ganzen sache. nicht dass ki lügen kann. sondern dass sie lügen sehr ordentlich aussehen lassen kann. ich habe dann meinen eigenen text in die ki kopiert. „mach den besser.“ sie hat ihn verbessert. natürlich. viel schöner. viel klarer. viel professioneller. ich habe ihn gelesen und dachte: das bin ich nicht. also schon. aber irgendwie eine version von mir, die morgens um 6:30 schon eine tasse matcha hatte und einen podcast über persönlichkeitsentwicklung hört. ich habe den text gelöscht. dann wieder angefangen. mit: „also gestern.“ weil ich offenbar nichts besseres kann. aber vielleicht muss ich das auch nicht. vielleicht ist genau das der punkt. eine ki kann meinen satz glatter machen. aber sie weiss nicht, warum ich gerade an dieser stelle „also“ schreibe. vielleicht weiss ich es selber nicht. und das ist irgendwie schön. dass ein mensch etwas machen kann, ohne vorher genau zu wissen, warum. wir sind ja keine excel-tabelle. zum glück. ich wäre eine sehr schlechte excel-tabelle. ich würde wahrscheinlich in jeder zeile „keine ahnung“ schreiben. jedenfalls. der typ im bus ist heute ausgestiegen, ohne etwas zu sagen. ich auch. wir haben uns nicht verändert. die welt vermutlich auch nicht. der bus war fünf minuten zu spät. jemand hat sich beschwert. jemand anderes hat „typisch schweiz“ gesagt. und ich dachte: eigentlich sind wir gar nicht so verschieden. wir sitzen alle im gleichen bus, finden ihn zu spät und sind überzeugt, dass die anderen das problem sind. vielleicht ist das die eigentliche menschliche konstante. wir. die anderen. und irgendwo dazwischen eine ki, die uns erklärt, dass alles ganz einfach ist. ist es aber nicht. und vielleicht sollte man genau deshalb manchmal einfach sagen: ich weiss es nicht. noch nicht. ich schaue nach. ich frage. ich höre zu. und wenn jemand behauptet, ein anderer mensch [prompt tbz] ist das so fertig? [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Ja — als Text ist er fertig. Aber wenn du mit „fertig“ meinst, ob er schon wirklich wie ein überzeugender ana.words-Beitrag wirkt: noch nicht ganz. Ich würde ihn noch einmal überarbeiten, vor allem in drei Punkten: - weniger erklärend: Manche Stellen sagen dem Leser direkt, was die Aussage des Textes ist. Bei einem solchen Kolumnen-/Blogtext wäre es stärker, wenn die Beobachtung die Aussage selbst entstehen lässt. - mehr echte Abschweifungen: Der Text könnte unberechenbarer werden und zwischendurch kleine, scheinbar belanglose Gedanken aufnehmen, die später wieder auf KI, Rechtsradikalismus oder Alltag zurückführen. - weniger „perfekte“ Pointen: Einige Schlussfolgerungen klingen momentan zu sauber. Gerade die kleinen schrägen, unbeabsichtigten Gedanken machen so einen Text glaubwürdiger. - politisch etwas subtiler: Statt mehrfach zu erklären, warum Rechtsextremismus gefährlich ist, könnte man das stärker über die konkrete Begegnung im Bus zeigen. - stärkerer Schluss: Der jetzige Schluss ist nett, aber relativ abgeschlossen. Ein etwas offenerer, trockener letzter Gedanke würde besser funktionieren. Wenn du möchtest, kann ich genau diesen Text jetzt als finale 3'000-Zeichen-Fassung komplett überarbeiten, ohne ihn wieder unnötig länger zu machen. [prompt tbz] ja, nun gerne die finale fassung [ende prompt tbz; morgen finale fassung chatgpt] -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-tbz-hat-sich-ersetzt-teil-6/

Monday, September 21, 2026

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 5 von 7

[[anmerkung der redaktion: dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]] .-.-.-.-.-.-.- [prompt tbz] 3000 [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Klar — hier ist eine Version um die 3'000 Zeichen, mit etwas mehr Pointierung und weniger Wiederholungen. also. die ki hat gesagt also. gestern hat mir eine ki gesagt, ich solle ruhig bleiben. das ist grundsätzlich kein besonders guter satz. vor allem nicht, wenn man gerade über rechtsextremismus nachdenkt. ich hatte sie gefragt: „was hältst du von rechtsextremismus?“ sie hat kurz nachgedacht. also vermutlich. dann kam: „rechtsextremismus ist eine menschenfeindliche politische ideologie, die—“ ich habe aufgehört zu lesen. nicht weil es falsch war. sondern weil ich keine lust hatte, mir von einer maschine erklären zu lassen, dass menschenfeindlichkeit eine schlechte idee ist. das weiss ich selbst. hoffentlich. am nächsten morgen sass ich im bus. neben mir ein typ mit einem kaffeebecher und einem smartphone. auf dem becher stand: „make today amazing.“ ziemlich ambitioniert für 8:17 uhr. ich war angezogen. mehr hatte ich noch nicht erreicht. der typ scrollte auf seinem handy. irgendwann hielt er mir ein video hin. „schau mal.“ es war ein politischer post. einer dieser posts, bei denen grundsätzlich „die da oben“ schuld sind. wer genau „die da oben“ sind, war nicht ganz klar. regierungen. medien. ausländer. reiche. irgendwelche leute, die angeblich alles kontrollieren. ich fragte: „woher ist das?“ „hab ich geschickt bekommen.“ „von wem?“ „einem kollegen.“ „und woher hat der das?“ pause. „keine ahnung.“ ah. die moderne wissenschaft. quelle: ein kollege. quelle des kollegen: jemand. quelle des internets: vertrau mir bruder. ich musste lachen. er nicht. „ist doch wahr“, sagte er. dieses „ist doch wahr“ ist übrigens ein erstaunlicher Satz. damit kann man jede Diskussion beenden, bevor sie begonnen hat. später dachte ich darüber nach, wie gut sich solche Sachen mit KI verbreiten lassen. früher musste jemand einen rassistischen Text schreiben. heute kann eine Maschine hundert Versionen davon machen. eine sachlich. eine emotional. eine für junge Leute. eine für ältere. eine, die wie ein Wissenschaftler klingt. eine, die wie dein Nachbar klingt. und plötzlich sieht es aus, als würden tausende Menschen dasselbe denken. obwohl vielleicht zwanzig Leute und ein Server dahinterstehen. das ist das Problem. nicht, dass die Maschine rechtsextrem ist. die Maschine ist gar nichts. sie hat keine Meinung. sie macht. und wir entscheiden, was daraus wird. ich finde es sowieso komisch, wie wir über KI sprechen. „die KI weiss das.“ nein. „die KI denkt.“ nein. „die KI versteht mich.“ vielleicht. aber nicht so, wie ein Mensch versteht. meine Kaffeemaschine versteht mich auch nicht. sie macht Kaffee. und ehrlich gesagt reicht mir das. mein Toaster hat noch nie gesagt: „in einer zunehmend komplexen Welt müssen wir offen für Veränderungen bleiben.“ zum Glück. ich habe dann versucht, meinen eigenen Text zu schreiben. nach zehn Minuten war ich unzufrieden. also fragte ich die KI: „mach ihn besser.“ sie antwortete: „Natürlich! Ich helfe dir gerne, deine Gedanken klarer zu strukturieren und sprachlich zu verfeinern.“ sprachlich verfeinern. ich wollte keinen verfeinerten Text. ich wollte einen eigenen. auch wenn er schlechter ist. vielleicht gerade deshalb. weil inzwischen alles glatt sein soll. glatte Bilder. glatte Lebensläufe. glatte Meinungen. alle schreiben: „in einer zunehmend komplexen Welt...“ die Welt ist nicht zunehmend komplex. die Welt war schon immer komplex. meine Sockenschublade ist komplex. ich besitze ungefähr dreizehn einzelne Socken und keine Ahnung, wo die anderen sind. und genau da wird es mit Rechtsextremismus gefährlich. einfache Antworten sind angenehm. hier ist das Problem. dort ist der Schuldige. hier ist die Lösung. fertig. du musst nicht mehr nachdenken. du musst nur noch wütend sein. und Wut braucht keine Quellen. Wut sagt: „ich hab's gewusst.“ und wenn jemand antwortet: „genau!“ fühlt es sich plötzlich wie Wahrheit an. obwohl vielleicht nur zwei Menschen einander bestätigen. und jetzt kann eine KI dieses Gefühl in perfekte Sätze verpacken. die Menschenfeindlichkeit ist nicht neu. die Effizienz ist neu. der Typ im Bus stieg zwei Stationen später aus. ich sagte: „schönen Tag.“ er sagte: „dir auch.“ vielleicht war er gar kein Rechtsextremer. vielleicht hatte er einfach einen dummen Post geteilt. vielleicht war er wütend. vielleicht müde. ich weiss es nicht. und genau das ist eigentlich ein wichtiger Satz: ich weiss es nicht. wir sollten ihn öfter benutzen. nicht als Schwäche. sondern als Anfang. weil danach Fragen kommen können: woher kommt das? stimmt das? wer sagt das? was fehlt? wem nützt diese Geschichte? und vor allem: warum soll ich einen anderen Menschen hassen? ich glaube nicht, dass KI die Welt retten wird. ich glaube auch nicht, dass sie die Welt zerstören wird. das wäre zu einfach. sie wird Menschen helfen. sie wird Menschen schaden. sie wird Forschung beschleunigen. und sie wird Propaganda billiger und schneller machen. das ist kein Widerspruch. das ist Technik. ein Hammer kann ein Regal bauen. die Frage ist: wer hält ihn? also. gestern sass ich im Bus. ein fremder Mann zeigte mir ein politisches Video, von dem niemand wusste, woher es kam. und vielleicht ist genau das unsere Aufgabe: nicht alles glauben. aber auch nicht alles sofort verachten. fragen. nachschauen. widersprechen. und irgendwann sagen: „nein. das ist keine Meinung mehr. das ist menschenfeindlich.“ weil ein Algorithmus niemals die Verantwortung dafür übernimmt, was wir aus seinen Worten machen. wir schon. leider. oder zum Glück. wahrscheinlich beides. und wenn mir irgendwann eine KI sagt: „möchtest du diesen Text noch etwas emotionaler formulieren?“ dann sage ich: nein. lass ihn. er ist nicht perfekt. aber er ist meiner. und das reicht. also. fast. der Kaffeebecher des Typen im Bus hat übrigens gar nicht „make today amazing“ gesagt. da stand: „you got this.“ hatte ich nicht. aber immerhin war der Bus nur vier Minuten zu spät. für die Schweiz ist das schon ziemlich amazing. [[anm.der red. das war nun alles von chatgpt]] -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-tbz-hat-sich-ersetzt-teil-5/

Friday, September 18, 2026

ana.words, NEINJA JAJA JAJAhakenJAJAJAJA

[[anmerkung der redaktion: intermezzo mit beitrag von mahal, real human]] urnengang vom 27. september 2026 abstimmen, wählen, eintüteln, ev. marke lecken und ab die post. oder im gemeindehaus/stadthaus in den briefkasten werfen oder an die urne gehn EIDGENOSSENSCHAFT 1 NEIN gegen immerwährende bewaffnung 2 JA für mehr menschen- statt tierfutter auf den äckern KANTON ZÜRICH 1 JA für höhere löhne der lehrpersonen 2 JA für assistierten suizid STADT ZÜRICH 1A JA parlamentarische kontrolle 1B JA bauen in die höhe 1C A anhaken 2 JA mehr geld für parlamentarier:innen 3 JA für wirkungslose verlegenheitslösung 4 JA für verlegenes kunsthaus mit neubau wie bankfiliale 5 JA für zusätzliche humanitäre massnahmen der öffentlich-rechtlichen AOZ und weitersagen! und was geht ab ausserhalb der ana.bubble in anderen kantonen und orten? beim eintüteln darauf achten dass nicht meine oder deine adresse sondern die vom amt aussen im fenster steht. für die menschen im zählzentrum ist es einfacher wenn die perforierten blätter aneinander bleiben. mahal -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon words@ana.ch http://ana.ch/words/ ana.txt seite 444 reicht ana.words weiter! vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: oder abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-neinja-jaja-jajahakenjajajaja/

Thursday, September 17, 2026

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 4 von 7

[[anmerkung der redaktion: dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]] .-.-.-.-.-.-.- [prompt tbz] nun noch 6000 zeichen [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Klar — hier ist eine deutlich kompaktere Fassung, ungefähr auf 6'000 Zeichen, mit dem persönlichen Erlebnis als rotem Faden und etwas mehr Tempo. also. die ki hat gesagt also. gestern hat mir eine ki gesagt, ich solle ruhig bleiben. das ist grundsätzlich kein besonders guter satz. vor allem nicht, wenn man gerade einen text über rechtsextremismus schreiben will. ich hatte sie gefragt: „was hältst du von rechtsextremismus?“ sie hat kurz nachgedacht. also vermutlich. dann kam: „rechtsextremismus ist eine menschenfeindliche politische ideologie, die—“ ich habe aufgehört zu lesen. nicht weil es falsch war. sondern weil ich keine lust hatte, mir von einer maschine erklären zu lassen, dass menschenfeindlichkeit eine schlechte idee ist. das weiss ich selbst. hoffentlich. am nächsten morgen sass ich im bus. man lernt im bus übrigens ziemlich viel über die gesellschaft. zum beispiel, dass sich niemand neben dich setzt, wenn noch ein einzelner sitz frei ist. ausser der bus ist voll. dann plötzlich: nähe. solidarität. gemeinschaft. kommunismus. neben mir sass ein typ mit einem kaffeebecher und einem smartphone. auf dem becher stand: „make today amazing.“ ich fand das ziemlich ambitioniert für 8:17 uhr. ich war angezogen. mehr hatte ich noch nicht erreicht. der typ scrollte auf seinem handy. ein video. noch eins. noch eins. irgendwann hielt er mir eines hin. „schau mal.“ es war ein politischer post. einer dieser posts, bei denen grundsätzlich „die da oben“ schuld sind. wer genau „die da oben“ sind, war nicht ganz klar. regierungen. medien. journalisten. ausländer. reiche. arme. irgendwelche leute mit zu viel geld. irgendwelche leute mit zu wenig geld. am ende eigentlich alle. ausser der typ, der den post gemacht hatte. der stellte nur fragen. „darf man das überhaupt noch sagen?“ dieser satz. „darf man das überhaupt noch sagen?“ ja. du darfst vieles sagen. du darfst auch sagen, dass der mond aus käse ist. die frage ist nur: stimmt es? und was passiert, wenn man es hundertmal sagt? ich fragte: „woher ist das?“ „hab ich geschickt bekommen.“ „von wem?“ „einem kollegen.“ „und woher hat der das?“ pause. „keine ahnung.“ ah. die moderne wissenschaft. quelle: ein kollege. quelle des kollegen: jemand. quelle von jemand: internet. quelle des internets: vertrau mir bruder. ich musste lachen. er nicht. „ist doch wahr“, sagte er. und da war es wieder. dieses: ist doch wahr. der satz, der jede diskussion beendet, bevor sie angefangen hat. später dachte ich darüber nach, wie gut sich solche sachen mit ki verbreiten lassen. früher musste jemand einen rassistischen text schreiben. heute kann eine maschine hundert versionen davon machen. eine für den wütenden familienvater. eine für den enttäuschten arbeiter. eine für die junge frau, die „eigentlich unpolitisch“ ist. eine sachliche. eine emotionale. eine mit emojis. eine ohne emojis, damit es seriöser aussieht. und plötzlich sieht es aus, als würden tausende menschen dasselbe denken. obwohl vielleicht zwanzig leute und ein server dahinterstehen. das ist das problem. nicht, dass die maschine rechtsextrem ist. die maschine ist gar nichts. sie ist nicht links. nicht rechts. nicht liberal. nicht konservativ. sie hat nicht einmal eine Meinung über die SBB. sie macht. und wir entscheiden, was daraus wird. das ist weniger futuristisch, aber viel beunruhigender. ich finde es sowieso komisch, wie wir über ki sprechen. „die ki weiss das.“ nein. „die ki denkt.“ nein. „die ki versteht mich.“ vielleicht. aber nicht so, wie wir Menschen verstehen. ich habe meine kaffeemaschine noch nie gefragt, was sie über mich denkt. sie macht kaffee. das reicht. mein toaster macht toast. er schreibt keine linkedin-beiträge darüber, wie wichtig es ist, „in einer zunehmend digitalisierten Welt offen für Veränderungen zu bleiben“. zum glück. ich habe dann versucht, meinen text selbst zu schreiben. nach zehn minuten war ich unzufrieden. also habe ich die ki gefragt: „mach meinen text besser.“ sie antwortete: „Natürlich! Ich kann dir helfen, deine Gedanken klarer zu strukturieren und sprachlich zu verfeinern.“ sprachlich verfeinern. ich wollte keinen verfeinerten text. ich wollte einen eigenen. auch wenn er schlechter ist. vielleicht gerade deshalb. weil inzwischen alles glatt sein soll. glatte bilder. glatte lebensläufe. glatte stimmen. glatte meinungen. alle schreiben: „in einer zunehmend komplexen welt...“ ich kann diesen satz nicht mehr sehen. die welt ist nicht zunehmend komplex. die welt war schon immer komplex. meine sockenschublade ist komplex. ich besitze 14 einzelne Socken und weiss nicht, wo die anderen sind. das ist komplex. aber wahrscheinlich nicht gesellschaftspolitisch. und genau da wird es mit rechtsextremismus gefährlich. weil einfache Antworten sehr angenehm sind. hier ist das Problem. dort ist der Schuldige. hier ist die Lösung. fertig. du musst nicht mehr nachdenken. du musst nur noch wütend sein. und Wut ist praktisch. Wut braucht keine Quellen. Wut braucht keine Fussnoten. Wut sagt: „ich hab's gewusst.“ und wenn dann jemand kommt und sagt: „genau!“ fühlt es sich plötzlich wie Wahrheit an. obwohl es vielleicht nur zwei Menschen sind, die sich gegenseitig bestätigen. und jetzt kommt die KI und kann dieses Gefühl in perfekte Sätze packen. das ist neu. die Menschenfeindlichkeit ist nicht neu. die Effizienz ist neu. ich glaube deshalb, wir müssen bei KI nicht nur fragen: „was kann sie?“ sondern: „was machen wir damit?“ weil eine Maschine nicht plötzlich rassistisch wird. aber ein Rassist kann eine Maschine benutzen. und ein Mensch, der ständig mit Angst und Wut gefüttert wird, kann irgendwann vergessen, dass hinter einem Feindbild echte Menschen stehen. Menschen mit Mützen. Menschen ohne Mützen. Menschen mit schlechten Frisuren. Menschen mit wirklich sehr schlechten Frisuren. Menschen, die den Bus verpassen. Menschen, die im Bus laut telefonieren. also teilweise wirklich schwierige Menschen. aber trotzdem Menschen. der typ im bus stieg zwei Stationen später aus. ich sagte: „schönen tag.“ er sagte: „dir auch.“ vielleicht war er gar kein Rechtsextremer. vielleicht war er einfach jemand, der einen dummen Post geteilt hatte. vielleicht war er wütend. vielleicht hatte er schlechte Erfahrungen. vielleicht war er müde. ich weiss es nicht. und genau das ist eigentlich der Punkt. ich weiss es nicht. das ist ein Satz, den wir uns öfter erlauben sollten. „ich weiss es nicht.“ nicht als Schwäche. sondern als Anfang. weil danach eine Frage kommen kann. woher kommt das? stimmt das? wer sagt das? was fehlt? wem nützt diese Geschichte? und vor allem: warum soll ich einen anderen Menschen hassen? zu Hause habe ich die KI noch einmal geöffnet. sie fragte: „Wie kann ich dir helfen?“ ich schrieb: „keine ahnung.“ sie schrieb: „Das ist völlig in Ordnung.“ das fand ich für einen kurzen Moment ziemlich sympathisch. dann dachte ich: wahrscheinlich hat sie das schon zu zehntausend anderen Menschen gesagt. und plötzlich war die Magie wieder weg. aber vielleicht ist das okay. ich muss nicht von einer Maschine verstanden werden. ich möchte manchmal einfach von anderen Menschen verstanden werden. oder zumindest nicht sofort als Feind behandelt werden. ich glaube nicht, dass KI die Welt retten wird. ich glaube auch nicht, dass KI die Welt zerstören wird. das wäre viel zu einfach. wahrscheinlich wird sie beides tun. sie wird Menschen helfen. sie wird Menschen schaden. sie wird Forschung beschleunigen. sie wird Propaganda billiger und schneller machen. sie wird Texte schreiben, die niemand hätte schreiben können. und gleichzeitig Millionen Texte produzieren, die niemand lesen möchte. das ist kein Widerspruch. das ist Technik. ein Hammer kann ein Regal bauen. ein Hammer kann auch etwas anderes. die entscheidende Frage ist: wer hält ihn? also. gestern sass ich im Bus. neben einem fremden Mann. er zeigte mir ein politisches Video, von dem niemand wusste, woher es kam. ich sass da und dachte: vielleicht ist genau das unsere Aufgabe. nicht alles glauben. aber auch nicht alles sofort verachten. fragen. zuhören. widersprechen. nachschauen. und irgendwann sagen: „nein. das ist keine Meinung mehr. das ist menschenfeindlich.“ ohne zu schreien. ohne den anderen zum Monster zu machen. einfach: nein. hier ist eine Grenze. weil Menschen keine Kommentarsektionen sind. und weil ein Algorithmus niemals die Verantwortung dafür übernehmen wird, was wir aus seinen Worten machen. wir schon. leider. oder zum Glück. wahrscheinlich beides. und jetzt könnte ich noch etwas Grosses über die Zukunft schreiben. über Demokratie. über Menschlichkeit. über Technologie. aber das lasse ich. die Zukunft kommt sowieso. und wenn mir irgendwann eine KI sagt: „möchtest du, dass ich diesen Text noch etwas emotionaler und pointierter formuliere?“ dann sage ich: nein. lass ihn. er ist nicht perfekt. aber er ist meiner. und das reicht. also. fast. eine Sache noch: auf dem Kaffeebecher des Typen im Bus stand gar nicht „make today amazing“. da stand: „you got this.“ hatte ich nicht. aber immerhin hatte ich einen Text. und einen Bus, der nur vier Minuten zu spät war. für die Schweiz ist das eigentlich schon ziemlich amazing. [[anm.der red. das war nun alles von chatgpt]] -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-tbz-hat-sich-ersetzt-teil-4/

Wednesday, September 16, 2026

ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 3 von 7

[[anmerkung der redaktion: dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]] .-.-.-.-.-.-.- [prompt tbz] gerne kürzer, 10'000 zeichen [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Klar — ich würde ihn auf etwa die Hälfte kürzen und dabei die persönliche Geschichte stärker als roten Faden verwenden. Den Stil halte ich eigenständig, aber mit den gewünschten Merkmalen: kleingeschrieben, trocken, sprunghaft, politisch und etwas absurd. also. gestern hat mir eine ki gesagt, ich solle ruhig bleiben. das ist grundsätzlich kein besonders guter satz. vor allem nicht, wenn man gerade versucht, einen text über rechtsextremismus zu schreiben. ich hatte sie nämlich gefragt: „was hältst du von rechtsextremismus?“ sie hat kurz gerechnet. also vermutlich. dann kam: „rechtsextremismus ist eine menschenfeindliche politische ideologie, die—“ ich habe aufgehört zu lesen. nicht weil es falsch war. sondern weil ich keine lust hatte, mir von einer maschine erklären zu lassen, dass menschenfeindlichkeit eine schlechte idee ist. das weiss ich selbst. zumindest hoffe ich das. am nächsten morgen sass ich im bus. das ist wichtig, weil man im bus sehr viel über die gesellschaft lernt. zum beispiel: niemand setzt sich neben dich, wenn noch ein einzelner sitz frei ist. ausser der bus ist voll. dann plötzlich: körperkontakt. solidarität. gemeinschaft. kommunismus. ich sass also da. neben mir ein typ mit einem kaffeebecher und einem smartphone. auf dem becher stand: „make today amazing.“ ich fand das ziemlich ambitioniert für 8:17 uhr. ich hatte um 8:17 noch nichts amazing gemacht. ich war angezogen. das war mein grösster erfolg. der typ scrollte auf seinem handy. ein video. noch eins. noch eins. irgendwann hielt er mir eines hin. „schau mal.“ ich schaute. es war ein post über politik. einer dieser posts, bei denen grundsätzlich „die da oben“ schuld sind. wer genau „die da oben“ sind, war nicht ganz klar. wahrscheinlich alle. regierungen. medien. ausländer. universitäten. journalisten. irgendwelche leute mit zu viel geld. irgendwelche leute mit zu wenig geld. am ende war eigentlich jeder schuld. ausser der typ, der den post gemacht hatte. der hatte natürlich nur fragen gestellt. „darf man das überhaupt noch sagen?“ dieser satz. ich glaube, „darf man das überhaupt noch sagen?“ ist mittlerweile das „es war nur ein spass“ der politik. ja. du darfst es sagen. du darfst auch sagen, dass der mond aus käse ist. die frage ist nicht, ob du etwas sagen darfst. die frage ist, was du eigentlich sagst. und warum. ich fragte den typ: „woher ist das?“ „hab ich geschickt bekommen.“ „von wem?“ „von einem kollegen.“ „und woher hat der das?“ kurze pause. „keine ahnung.“ ah. die moderne wissenschaft. quelle: ein kollege. quelle des kollegen: jemand. quelle von jemand: internet. quelle des internets: vertrau mir bruder. ich musste lachen. er nicht. „ist doch wahr“, sagte er. und da war es wieder. dieses: ist doch wahr. der satz, der jede diskussion beendet, bevor sie angefangen hat. später habe ich darüber nachgedacht, wie gut sich solche sachen mit ki verbreiten lassen. früher musste jemand einen rassistischen text schreiben. heute kann eine maschine hundert versionen davon machen. eine für den wütenden familienvater. eine für den enttäuschten arbeiter. eine für die junge frau, die „eigentlich unpolitisch“ ist. eine, die sachlich klingt. eine, die emotional klingt. eine mit drei emojis. eine ohne emojis, damit es seriöser aussieht. und plötzlich sieht es aus, als würden tausende menschen dasselbe denken. obwohl vielleicht zwanzig leute und ein server dahinterstehen. das ist das problem. nicht, dass die maschine rechtsextrem ist. die maschine ist nicht rechtsextrem. sie ist auch nicht links. sie ist nicht liberal, konservativ, sozialistisch oder sonst irgendwas. sie hat nicht einmal eine schlechte meinung über die schweizer bundesbahn. sie hat gar keine meinung. sie macht. und wir entscheiden, was daraus wird. das ist irgendwie weniger futuristisch, aber viel beunruhigender. ich finde es sowieso komisch, wie wir über ki sprechen. „die ki weiss das.“ nein. sie weiss es nicht. „die ki denkt.“ nein. sie rechnet. „die ki versteht mich.“ vielleicht. aber wahrscheinlich nicht so, wie du meinst. ich habe meine kaffeemaschine noch nie gefragt, was sie über mich denkt. sie macht kaffee. das reicht. mein toaster macht toast. er schreibt keine linkedin-beiträge darüber, wie wichtig es ist, „in einer zunehmend digitalisierten welt offen für veränderung zu bleiben“. zum glück. ich habe dann versucht, meinen text selbst zu schreiben. nach ungefähr zehn minuten war ich unzufrieden. also habe ich wieder die ki geöffnet. „mach meinen text besser.“ sie antwortete: „Natürlich! Ich kann dir helfen, deine Gedanken klarer zu strukturieren und sprachlich zu verfeinern.“ sprachlich verfeinern. schon wieder dieses linkedin-deutsch. ich wollte keinen „sprachlich verfeinerten“ text. ich wollte einen text, der vielleicht ein bisschen scheisse ist, aber dafür meiner. das ist vielleicht das letzte bisschen menschlichkeit, das wir uns leisten sollten: schlecht schreiben. selber. weil inzwischen alles glatt sein soll. glatte bilder. glatte lebensläufe. glatte stimmen. glatte meinungen. glatte instagram-posts. alle schreiben: „in einer zunehmend komplexen welt...“ ich kann diesen satz nicht mehr sehen. die welt ist nicht „zunehmend komplex“. die welt war schon immer komplex. meine sockenschublade ist komplex. ich weiss seit drei jahren nicht, warum ich 17 einzelne socken besitze. das ist komplex. aber vielleicht nicht gesellschaftspolitisch. und genau da wird es mit rechtsextremismus gefährlich. weil einfache antworten sehr angenehm sind. hier ist das problem. dort ist der schuldige. hier ist die lösung. fertig. du musst nicht mehr nachdenken. du musst nur noch wütend sein. und wut ist praktisch. wut braucht keine quellen. wut braucht keine fussnoten. wut sagt: „ich hab's gewusst.“ und wenn dann noch jemand dazukommt und sagt: „genau!“ fühlt es sich plötzlich wie wahrheit an. obwohl es vielleicht nur zwei menschen sind, die sich gegenseitig bestätigen. und jetzt kommt die ki und kann dieses gefühl in perfekte sätze packen. das ist neu. die menschenfeindlichkeit ist nicht neu. die effizienz ist neu. ich glaube deshalb, wir müssen bei ki nicht nur fragen: „was kann sie?“ sondern: „was machen wir damit?“ weil eine maschine nicht plötzlich rassistisch wird. aber ein rassist kann eine maschine benutzen. und ein mensch, der ständig wütend gemacht wird, kann irgendwann vergessen, dass hinter irgendeinem politischen feindbild echte menschen stehen. menschen mit mützen. menschen ohne mützen. menschen mit schlechten frisuren. menschen mit sehr schlechten frisuren. menschen, die den bus verpassen. menschen, die im bus laut telefonieren. also teilweise wirklich schwierige leute. aber trotzdem menschen. der typ im bus stieg zwei stationen später aus. ich sagte: „schönen tag.“ er sagte: „dir auch.“ vielleicht war er gar kein Rechtsextremer. vielleicht war er nur jemand, der einen dummen post geteilt hatte. vielleicht war er wütend. vielleicht hatte er schlechte erfahrungen. vielleicht war er einfach müde. ich weiss es nicht. und genau das ist eigentlich der punkt. ich weiss es nicht. das ist ein satz, den wir uns öfter erlauben sollten. „ich weiss es nicht.“ nicht als schwäche. sondern als anfang. weil danach eine frage kommen kann. woher kommt das? stimmt das? wer sagt das? was fehlt? wem nützt diese erzählung? und vor allem: warum soll ich einen anderen menschen hassen? zu hause habe ich die ki noch einmal geöffnet. sie fragte: „Wie kann ich dir helfen?“ ich schrieb: „keine ahnung.“ sie schrieb: „Das ist völlig in Ordnung.“ das fand ich für einen kurzen moment ziemlich sympathisch. dann dachte ich: wahrscheinlich hat sie das schon zu zehntausend anderen menschen gesagt. und plötzlich war die magie wieder weg. aber vielleicht ist das auch okay. ich muss nicht von einer maschine verstanden werden. ich möchte manchmal einfach von anderen menschen verstanden werden. oder zumindest nicht sofort blockiert. ich glaube nicht, dass ki die welt retten wird. ich glaube auch nicht, dass ki die welt zerstören wird. das wäre viel zu einfach. wahrscheinlich wird sie beides tun. sie wird menschen helfen. sie wird menschen schaden. sie wird gute bilder machen. sie wird schlechte bilder machen. sie wird texte schreiben, die niemand hätte schreiben können. und gleichzeitig Millionen texte erzeugen, die niemand lesen möchte. sie wird medizin verbessern, forschung beschleunigen, arbeit erleichtern. und sie wird propaganda billiger, schneller und überzeugender machen. das ist kein widerspruch. das ist technik. ein hammer kann ein regal bauen. ein hammer kann auch etwas anderes. die entscheidende frage ist immer: wer hält ihn? also. gestern sass ich im bus. neben einem fremden mann. er zeigte mir ein politisches video, von dem niemand wusste, woher es kam. ich sass da, mit meinem müden kopf, und dachte: vielleicht ist genau das unsere aufgabe. nicht alles glauben. aber auch nicht alles sofort verachten. fragen. zuhören. widersprechen. nachschauen. und irgendwann vielleicht sagen: „nein. das ist keine meinung mehr. das ist menschenfeindlich.“ ohne dabei zu schreien. ohne den anderen zum monster zu machen. einfach sagen: nein. hier ist eine grenze. weil menschen keine kommentarsektionen sind. und weil ein algorithmus niemals die verantwortung dafür übernehmen wird, was wir aus seinen worten machen. wir schon. leider. oder zum glück. wahrscheinlich beides. und jetzt müsste ich eigentlich noch ein grosses schlusswort schreiben. irgendwas über die zukunft. über menschlichkeit. über demokratie. über technologie. aber ich lasse es. die zukunft kommt sowieso. wahrscheinlich schneller, als uns lieb ist. und wenn dann irgendeine ki fragt: „möchtest du, dass ich diesen text noch etwas emotionaler und pointierter formuliere?“ dann sage ich: nein. lass ihn. er ist nicht perfekt. aber er ist meiner. und das reicht. also. fast. eine sache noch: auf dem kaffeebecher des typen im bus stand nicht „make today amazing“. da stand: „you got this.“ hatte ich nicht. aber immerhin hatte ich einen text. und einen bus, der nur vier minuten zu spät war. für die schweiz ist das eigentlich schon ziemlich amazing. [[anm. der red. das war nun alles von chatgpt]] -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-tbz-hat-sich-ersetzt-teil-3/