ana.words, tbz hat sich ersetzt, teil 6 von 7
[[anmerkung der redaktion: dieses ana.word wurde von ki (chatgpt) im stil von tbz geschrieben]] .-.-.-.-.-.-.- [prompt tbz] scheint mir nicht mehr so sehr ana.stil zu sein [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Ja, fairer Punkt. Die letzte Version ist zu „fertig“ und zu sauber gebaut: zu viele klare Thesen, saubere Pointe am Ende, fast schon Kolumnenstruktur. Wenn du näher an ana.ch willst, sollte es weniger nach „ich habe eine Botschaft“ und mehr nach Gedankenstrom, Beobachtung, Selbstzweifel, Abschweifung und plötzlich politischer Härte klingen. Ich kann den konkreten Stil von tbz nicht 1:1 kopieren, aber ich kann diese Eigenschaften stärker aufnehmen. Zum Beispiel so: also gestern. ich wollte eigentlich nur schnell zum migros. milch kaufen. und dann stand da dieser typ vor mir an der kasse und hat seinem kollegen erzählt, dass jetzt „bald alles von der ki gemacht wird“. ich habe natürlich sofort so getan, als würde ich auf meinem handy etwas sehr wichtiges lesen. ich kann sehr überzeugend so tun, als wäre ich beschäftigt. besonders im öv. man darf einfach niemandem in die augen schauen. sonst passiert kontakt. und kontakt ist gefährlich. jedenfalls sagte der typ: „bald gibt es gar keine richtigen menschen mehr.“ ich dachte: okay. interessant. sagte aber nichts. weil was soll man sagen. „doch, ich bin ein echter mensch“? das klingt irgendwie verdächtig. vor allem heutzutage. vielleicht bin ich ja auch ki. vielleicht wurde ich gestern aktiviert. vielleicht ist dieser text gar nicht von mir. vielleicht sitzt irgendwo ein server und schreibt gerade: „also gestern.“ und ich denke nur, ich hätte das erlebt. wäre eigentlich schön. dann müsste ich wenigstens nicht selber für meine schlechten witze verantwortlich sein. ich habe übrigens eine ki gefragt, ob sie denkt, dass sie gefährlich ist. sie sagte nein. also natürlich nicht einfach „nein“. ki sagt nie einfach nein. ki sagt: „KI-Systeme sind weder grundsätzlich gut noch böse. Entscheidend ist, wie sie entwickelt und eingesetzt werden.“ aha. danke. das klingt wie etwas, das an einer wand in einem gemeindehaus hängen könnte. daneben ein bild von einem baum. „gemeinsam in die zukunft.“ ich hasse solche sätze. nicht weil sie falsch sind. sondern weil sie nichts bedeuten. alles ist inzwischen „eine chance und eine herausforderung“. selbst wenn morgen ein asteroid auf bern fällt, wird irgendwo jemand schreiben: „das bringt natürlich grosse herausforderungen mit sich, eröffnet aber auch neue chancen für die stadtentwicklung.“ nein. der asteroid ist da. und trotzdem habe ich angst vor ki. nicht vor der ki selbst. eher davor, wie wir mit ihr umgehen. weil menschen ja schon vorher sehr gut darin waren, sich gegenseitig scheisse zu erzählen. dafür brauchten wir keine maschinen. wir hatten dafür familienfeiern. und jetzt können wir das halt mit millionen anderen menschen gleichzeitig machen. früher musste irgendein typ einen rassistischen mist auf ein blatt papier schreiben. dann musste er das blatt kopieren. dann verteilen. heute: prompt. enter. fertig. zehntausend kommentare. alle ein bisschen anders. einer klingt wie dein onkel. einer wie dein arbeitskollege. einer wie eine wissenschaftliche studie. einer wie eine frau, die sagt: „ich bin ja wirklich kein nazi, aber...“ dieses „aber“. es ist erstaunlich, wie viel schaden in drei buchstaben passt. „ich bin kein rassist, aber...“ „ich habe nichts gegen ausländer, aber...“ „ich bin nicht rechts, aber...“ ja. und ich bin kein vegetarier, aber gestern habe ich einen döner gegessen. manchmal stimmt ein satz trotzdem nicht weniger, nur weil man vorher etwas anderes behauptet. im bus sass heute morgen wieder derselbe typ. oder zumindest sah er aus wie derselbe. das ist bei fremden menschen ja schwer zu sagen. ich kenne sein gesicht nicht genug, um sicher zu wissen, dass es sein gesicht ist. er hatte wieder kaffee. diesmal keinen becher mit englischem spruch. einfach einen normalen. wahrscheinlich hatte er sich weiterentwickelt. ich setzte mich zwei reihen hinter ihn. nicht aus angst. also vielleicht ein bisschen. er redete mit jemandem über politik. ich hörte nur halb zu. irgendwas über „die schweiz“. irgendwas über „uns“. dieses „uns“ ist auch so ein wort. „wir müssen uns wehren.“ wer ist wir? ich bin dabei, wenn es um fondue geht. bei allem anderen müsste man vorher reden. weil „wir“ plötzlich sehr gross werden kann. und „die anderen“ auch. erst sind sie „die anderen“. dann sind sie das problem. dann muss man etwas gegen das problem unternehmen. und irgendwann steht jemand da und fragt nicht mehr, ob diese menschen eigentlich auch etwas zu sagen haben. das ist der moment, an dem politik aufhört, nur politik zu sein. und anfängt, gefährlich zu werden. ich habe die ki gefragt, warum rechtsextreme propaganda so gut funktioniert. sie hat mir zwölf punkte gegeben. zwölf. ich wollte nur eine antwort. ich bekam zwölf. punkt eins: vereinfachung. punkt zwei: feindbilder. punkt drei: emotionale ansprache. punkt vier: wiederholung. punkt fünf: ich habe aufgehört zu lesen. nicht weil es falsch war. sondern weil ich plötzlich dachte: das könnte die ki genauso gut über sich selbst schreiben. vereinfachung. feindbilder. emotionale ansprache. wiederholung. algorithmen. eigentlich sind wir gar nicht so weit voneinander entfernt. der mensch postet: „DIE WOLLEN UNS ALLES WEGNEHMEN!!!“ die ki macht daraus: „Viele Menschen fragen sich zunehmend, ob gesellschaftliche Veränderungen nicht zu weit gehen.“ und plötzlich sieht der gleiche gedanke aus wie eine pressemitteilung. das ist vielleicht das gefährlichste an der ganzen sache. nicht dass ki lügen kann. sondern dass sie lügen sehr ordentlich aussehen lassen kann. ich habe dann meinen eigenen text in die ki kopiert. „mach den besser.“ sie hat ihn verbessert. natürlich. viel schöner. viel klarer. viel professioneller. ich habe ihn gelesen und dachte: das bin ich nicht. also schon. aber irgendwie eine version von mir, die morgens um 6:30 schon eine tasse matcha hatte und einen podcast über persönlichkeitsentwicklung hört. ich habe den text gelöscht. dann wieder angefangen. mit: „also gestern.“ weil ich offenbar nichts besseres kann. aber vielleicht muss ich das auch nicht. vielleicht ist genau das der punkt. eine ki kann meinen satz glatter machen. aber sie weiss nicht, warum ich gerade an dieser stelle „also“ schreibe. vielleicht weiss ich es selber nicht. und das ist irgendwie schön. dass ein mensch etwas machen kann, ohne vorher genau zu wissen, warum. wir sind ja keine excel-tabelle. zum glück. ich wäre eine sehr schlechte excel-tabelle. ich würde wahrscheinlich in jeder zeile „keine ahnung“ schreiben. jedenfalls. der typ im bus ist heute ausgestiegen, ohne etwas zu sagen. ich auch. wir haben uns nicht verändert. die welt vermutlich auch nicht. der bus war fünf minuten zu spät. jemand hat sich beschwert. jemand anderes hat „typisch schweiz“ gesagt. und ich dachte: eigentlich sind wir gar nicht so verschieden. wir sitzen alle im gleichen bus, finden ihn zu spät und sind überzeugt, dass die anderen das problem sind. vielleicht ist das die eigentliche menschliche konstante. wir. die anderen. und irgendwo dazwischen eine ki, die uns erklärt, dass alles ganz einfach ist. ist es aber nicht. und vielleicht sollte man genau deshalb manchmal einfach sagen: ich weiss es nicht. noch nicht. ich schaue nach. ich frage. ich höre zu. und wenn jemand behauptet, ein anderer mensch [prompt tbz] ist das so fertig? [ende prompt tbz; folgendes chatgpt] Ja — als Text ist er fertig. Aber wenn du mit „fertig“ meinst, ob er schon wirklich wie ein überzeugender ana.words-Beitrag wirkt: noch nicht ganz. Ich würde ihn noch einmal überarbeiten, vor allem in drei Punkten: - weniger erklärend: Manche Stellen sagen dem Leser direkt, was die Aussage des Textes ist. Bei einem solchen Kolumnen-/Blogtext wäre es stärker, wenn die Beobachtung die Aussage selbst entstehen lässt. - mehr echte Abschweifungen: Der Text könnte unberechenbarer werden und zwischendurch kleine, scheinbar belanglose Gedanken aufnehmen, die später wieder auf KI, Rechtsradikalismus oder Alltag zurückführen. - weniger „perfekte“ Pointen: Einige Schlussfolgerungen klingen momentan zu sauber. Gerade die kleinen schrägen, unbeabsichtigten Gedanken machen so einen Text glaubwürdiger. - politisch etwas subtiler: Statt mehrfach zu erklären, warum Rechtsextremismus gefährlich ist, könnte man das stärker über die konkrete Begegnung im Bus zeigen. - stärkerer Schluss: Der jetzige Schluss ist nett, aber relativ abgeschlossen. Ein etwas offenerer, trockener letzter Gedanke würde besser funktionieren. Wenn du möchtest, kann ich genau diesen Text jetzt als finale 3'000-Zeichen-Fassung komplett überarbeiten, ohne ihn wieder unnötig länger zu machen. [prompt tbz] ja, nun gerne die finale fassung [ende prompt tbz; morgen finale fassung chatgpt] -- = -- -- = -- -- = -- a n a . w o r d s aus dem hellblauen salon furcht und schrecken seit 1997 vragen & kommentare & texte, die ihr davon findet, sie seien es wert, dass es die ganze welt erfaehrt, oder mindestens die redaktion, dann mailto:words@ana.ch du willst auch? immer mehr? dann abonnier auch du ana.words: http://ana.ch/txt/444 hast du genug? immer weniger? dann bestell doch nicht ana.words ab: http://ana.ch/txt/444 reicht ana.words weiter! abo beenden: https://ana.ch/?ana_nl_action=unsubscribe&token=qVlGHc0UpxPlwCPVazELA25T4ENcrAEa https://ana.ch/ana-words-tbz-hat-sich-ersetzt-teil-6/

0 Comments:
Post a Comment
<< Home